mendelssohn
Felix Mendelssohn - Bartholdy (1809 - 1847)

Felix Mendelssohn Bartholdy gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik und als Wiederentdecker der Werke Händels und J.S.Bachs.
Sein Gesamtwerk umfasst mit heute geschätzt 750 Werken eine große Spannbreite verschiedenster Gattungen von Sinfonien, Ouvertüren, Instrumentalkonzerten, Oratorien und Opern bis hin zu Kammermusik.
Mendelssohn ist auch bekannt für seine fünf Symphonien für großes Orchester; er schrieb bereits als 12- bis 14-jähriger insgesamt 12 Symphonien für Streichorchester, die - völlig zu unrecht - meist als unreife Jugendwerke abgetan wurden. Insgesamt sind diese Symphonien jedoch keinesfalls auf einen einfachen stilistischen Nenner zu bringen, vielmehr variieren in ihnen überlegene barocke und klassische Stiladaptionen.
(Annette Semrau / Ute Jaskulsky)


Oktett für 4 Violinen, 2 Violen und 2 Violoncelli op.20; Fassung für Streichorchester
1. Allegro moderato, ma con fuoco (: Min.) (: Min. / KB) Das Oktett für Streicher komponierte Mendelssohn 1825 im Alter von 16 Jahren und wirkte bei einer öffentlichen Aufführung in Leipzig selbst als Bratscher mit. Das Oktett markiert in Mendelssohns Schaffen den Übergang vom jugendlichen zum ausgereiften Komponisten.
Hans Christoph Worbs beschreibt die Struktur des Werkes 1982 als Huldigung einer "zyklischen Formidee": "Das Thema des Scherzos wird im Finale wieder aufgegriffen, während sich das Seitenthema jenes Satzes als Variante des analogen Themas des Kopfsatzes zu erkennen gibt. Mit kontrapunktischen Künsten waretet der junge Komponist bei aller Ungezwungenheit im Schlusssatz auf. Hergebrachten Schulregeln spottet mit harmonischen Wagnissen nur das scheinbar einfache Andante. Das Scherzo wiederum prägt ein typisch Mendelssohnsches Satzmodell exemplarisch aus. Nach einer Mitteilung der Schwester Fanny soll dem jungen Komponisten bei dem im Piano verklingenden Satz die "Walpurgisnacht"-Szene aus dem 1. Teil von Goethes Faust vorgeschwebt haben." (Ute Jaskulsky)
2. Andante (: Min.) (: Min. / KB)
3. Scherzo. Allegro leggerissimo (: Min.) (: Min. / KB)
4. Presto (: Min.) (: Min. / KB)
Ausschnitte, gespielt von Archi di Colonia am 03.02.2013, Clarenbachkirche, Köln-Braunsfeld


Sinfonie Nr. 7, d-Moll für Streichorchester
1. Allegro (6:05 Min.) (0:56 Min. / 894 KB) So folgt Mendelssohn im Kopfsatz der 7. Streichersymphonie den Spuren Carl Philipp Emanuel Bachs, während der langsame Satz bereits das melodische Talent späterer Werke erkennen lässt. Der dritte Satz entspricht mit seiner Abfolge von Menuett und Trio dem Vorbild klassischer Symphonien. Das beschwingte Thema des letzten Satzes schließlich zeigt schon eindeutig den schier unbegrenzten Einfallsreichtum des jungen Mendelssohn.
2. Andante (5:01 Min.) (1:14 Min. / 1146 KB)
3. Menuetto (5:50 Min.) (0:42 Min. / 669 KB)
4. Allegro molto (7:50 Min.) (1:22 Min. / 1282 KB)
Ausschnitte, gespielt von Archi di Colonia, Januar 2005, St. Maria Himmelfahrt, Köln-Dellbrück


Streichersinfonie Nr. 8, D-dur für Streichorchester
1. Adagio e grave
2. Allegro
Ausschnitte, gespielt von den Archi di Colonia, 26. Janaur 2000, ESG Köln


Sinfonie Nr. 9, c-Moll für Streichorchester "Schweizer Sinfonie"
1. Allegro (: Min.) (: Min. / KB)
2. Andante (: Min.) (: Min. / KB)
3. Menuetto (: Min.) (: Min. / KB)
4. Allegro molto (: Min.) (: Min. / KB)
Ausschnitte, gespielt von Archi di Colonia, Januar 2011, Clarenbachkirche, Köln-Braunsfeld


Sinfonie Nr. 10, h-Moll für Streichorchester
1. Adagio (: Min.) (: Min. / KB) Während die ersten sechs Streichersinfonien stark an Bach angelehnt sind, zog Mendelssohn für die späteren Werke das Oeuvre Joseph Haydns als Vorbild heran. Die Symphonie Nr. 10 h-Moll, die er in der Woche vor Pfingsten 1823 komponierte, ist fragmentarisch überliefert; sie besteht nur aus einer langsamen Einleitung sowie einem nachfolgenden Allegro, das an Spielfreude und Schwung seinesgleichen sucht.
2. Allegro (: Min.) (: Min. / KB)
Ausschnitte, gespielt von Archi di Colonia, Januar 2016, Clarenbachkirche Köln-Braunsfeld


Sinfonie Nr. 12, g-Moll für Streichorchester
1. Fuga - Grave - Allegro (5:59 Min.) (0:48 Min. / 771 KB)
2. Andante (7:53 Min.) (0:51 Min. / 808 KB)
3. Allegro molto (11:51 Min.) (0:45 Min. / 717 KB)
Ausschnitte, gespielt von Archi di Colonia, Juli 2003, Castell / Baden Würtemberg


Konzert für Violine und Streichorchester, d-Moll
Allegro (9:07 Min.) (0:50 Min. / 793 KB)
Andante (9:09 Min.) (1:16 Min. / 1193 KB)
Allegro (4:22) (0:48 Min. / 767 KB)
Solist: Gabriel Adorján, Violine
Ausschnitte, gespielt von den Archi di Colonia, Juli 2003, Castell / Baden Würtemberg