svendsen Johan Svendsen (1840 - 1911 )

  1. ( Min.) Romanze für Violine und Streichorchester op. 26

Ausschnitte, gespielt von den Archi di Colonia 3.2.2020, Clarenbachkirche Köln-Braunsfeld

Der norwegische Geiger und Komponist Johan Svendsen (1840 - 1911) war ein Zeitgenosse von Grieg und Tschaikowsky, die er beide überlebte. Er war ein Klassiszist reinsten Wassers mit einer Vorliebe für die deutsche Romantik und galt als der größte skandinavische Dirigent seiner Zeit: Svendsen dirigierte 1881-82 die ersten norwegischen Aufführungen der neuten Symphonie von Ludwig van Beethoven, nachdem er das Werk ein Jahrzehnt zuvor unter Richard Wganer in Bayreuth gespielt hatte. Als Komponist und Symphoniker "hat er all das, was mir fehlt", meinte sein Freund Edvard Grieg.

Die Romanze für Violine und Orchester G-Dur op. 26 ist sein wohl bekannteste und international erfolgreichste Werk. Sie erschien 1881 und gehört heute zum Standardrepertoire für Violinisten auf der ganzen Welt. Mit der Romanze erfüllte er den lange gehegten Wunsch seines Verlegerfreundes Carl Warmuth und schrieb das Stück innerhalb von nur zwei Tagen. Er erhielt ein bescheidenes Honorar von 200 Kronen, während sich der Freund über einen Bestseller freuen Romanze für Violine und Orchester konnte: das Konzertstück avancierte sehr rasch zu einem Klassiker der romantischen Musik und wurde in ganz Europa aufgeführt.