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Mit neuem Leben erfüllt


Bild: Heinekamp
Gut besucht war das Konzert von "Archi di Colonia" in St. Maria Himmelfahrt.

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Der Amateurorchester Archi di Colonia gab mit seinem neuen Leiter Peter Bortfeldt feine Konzerte in Braunsfeld und Holweide.

Braunsfeld / Holweide - Wer schon immer mal wissen wollte, warum sich Orchester einen Dirigenten leisten, der sollte sich bei lernfähigen Amateuren umhören. Zum Beispiel bei den 1999 gegründeten „Archi di Colonia“ (Kölner Bögen). Sie präsentierten jetzt ihr neues Programm in Braunsfeld und Holweide mit Werken von Rachmaninow, Arensky, Mendelssohn und Warlock. Das Streichorchester hat, obwohl es gerade mal fünf Jahre besteht, schon mehrere Dirigenten erprobt. Mit unterschiedlichem Resultat, klanglich und vor allem musikalisch. Der neue Leiter Peter Bortfeldt, der als Pianist und Korrepetitor an der Aachener Musikhochschule tätig ist, hatte zwar noch wenig Zeit für seine Arbeit mit den fünfzehn jungen, tüchtigen Kölner Geigern, Bratschern, Cellisten und der Kontrabassistin. Doch sie spielten schon deutlich anders, sauberer, wacher. In der Holweider Kirche St. Mariä Himmerfahrt spürte man nicht nur ihren Wunsch, musikalische Temperamente klar zu profilieren. Sie wussten jetzt auch besser, wie man das macht und dann im Konzert „über die Rampe“ bringt. Zum Beispiel in Peter Warlocks beliebter „Capriol“-Suite, die 1928 auf altfranzösische Tänze zurückgreift. Da müssen die Charaktere, übermütige oder elegante Gangarten, Stampfen, Laufen und Hüpfen, in jeweils nur wenigen Takten „stehen“.

Auch in Mendelssohns früher Streichersinfonie Nr. 7 zeigten die Spieler, welche altehrwürdigen Stile Mendelssohn als Knabe studiert hat und wo er sich schon mit eigenen Einfällen als origineller Romantiker erweist. Ähnlich tummeln sich auch die Russen Arensky und Rachmaninow, Lehrer und Schüler, gern in vergangenen Epochen. Die Streicher konnten jetzt russische Melodien und Gegenstimmen besser als zuvor mit Leben füllen. Ihr neuer Leiter versteht es offenbar, mit Laien zu arbeiten. Sie zeigten Lust, zu lernen, sich auf neue Stücke einzustellen und Reserven für ein sauberes Spiel zu mobilisieren. Andere Orchester geben sich gern stolz und resistent gegen Orchestererzieher. Das zeigt ein beliebter Wanderwitz aus Konzerthäusern in aller Welt, zum Beispiel aus Wien. Fragt der Wiener Taxifahrer einen Geiger: Na, was dirigiert Ihr neuer Maestro denn heute? Darauf der Geiger: Was er dirigiert, weiß ich nicht. Wir spielen auf alle Fälle Mahlers Dritte.


(KStA)



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